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Kaio

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Gmünd,
28.05.2006, 22:16
 

Feinjustierung eines Stelltrafos

Hi,ich hab bei einer Auktion in meiner Nähe mal \"auf Verdacht\" einen Stelltrafo für 0-260V aus Netzspannung bei 10A günstig erstanden. Nach einiger Zeit als Nackter Trafo soll er jetzt in einem Gehäuse verpackt werden, damit das ganze ein bissel Labornetzteilcharakter bekommt. Gleichzeitig kommt noch ein Gleichrichter dran, damit ich auch Gleichspannung in diesem Bereich habe. Das Problem ist nun, dass der Trafo ungefähr in 2 Volt Schritten regelt, ich die Spannung aber gerne etwas genauer einstellen würde (also nur die Gleichspannung, bei ~ is egal). Da hier relativ gesehen nur im Bereich von ca +/- 1,5 Volt geregelt werden muss, um die Ungenauigkeit des Trafos auszugleichen, müsste ja eine einfach Linearregelung schon ausreichen - die Verlustwärme würde dann max. 3V*10A=30W betragen. Aber wie Umsetzten? Kann ich da ne einfach Poti/Transistor Kombination ranmachen oder wird das komplizierter?

kalledom(R)

29.05.2006, 01:12

@ Kaio
 

Feinjustierung eines Stelltrafos

Hallo Kaio,Wechselspannung wird als Effektivwert angegeben, der Spitzen- / Scheitelwert ist 1,414 mal höher. Folglich sind die \'Sprünge\' nicht 3V~, sondern nach dem Gleichricher 3V~ * 1,414 = 4,242V=.Du kannst eine Spannung nicht \'relativ gesehen\' regeln, sondern nur auf den GND bezogen absolut. Das bedeutet, daß Du eine Regelschaltung bauen müßtest, die 0 bis 230V~ * 1,414 = 325,22V= regeln kann und im Kurzschlußfall bei einer Strombegrenzung von 10A eine Verlustleistung von 325,22V= * 10A = 3252,2W verkraften muß.Für 10A benötigst Du eine Glättungs-Kapazität von Minimum 10.000µF mit einer Spannungsfestigkeit von 350V=.Wie und / oder womit möchtest Du das realisieren ?

Kaio

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29.05.2006, 11:01

@ kalledom
 

Feinjustierung eines Stelltrafos

Hmm, schade...3KW Verlustwärme dürfte wohl etwas schwer zu handhaben sein. An die Glättung hab ich gar nich gedacht. Dann muss ich das halt anders Regeln. Hab gestern noch einen kleinen Trafo mit Verhältnis 11:1 gefunden, damit werd ich für einen zweiten Ausgang die Spannung auf 0-30 V runtertransformieren, und da dieser \"nur\" 5A aushält, wird sich dann wohl auch die Glättung realisieren lassen (5A bei 30V entspricht dann 5000µF?). Da dann auch die Spannungssprünge durch 11 auf ca. 0,4V zurückgehen ist keine regelung mehr notwendig. Nur das Problem mit der Strombegrenzung stellt sich mir noch: Es haben zwar beide Trafos einen PTC, der bei erhitzung den Strom drosselt, aber da ist der kleine dann meistens schon jenseits der 8A und das ist nicht unbedingt gut für das Gerät.An eine Sicherung hab ich auch schon gedacht, aber dann gibs keinen konstanten Kurzschlussstrom.

kalledom(R)

29.05.2006, 13:37

@ Kaio
 

Feinjustierung eines Stelltrafos

Hallo,Du hast zwar nur noch 0,4V-Sprünge, aber vergessen, daß es Netzschwankungen bis zu 10% gibt. Also, von stabilisierter Spannung oder Labor-xxxx kann keine Rede sein.Den Stelltrafo würde ich Stelltrafo sein lassen, evtl. einen Trenntrafo davor setzen (sofern es nicht schon ein Trenn-Stelltrafo ist) und für andere (Labor-) Aufgaben einsetzen, bei denen man z.B. eine Netz-Spannung erst mal langsam hochfährt und dabei den Strom mißt, bevor es anfängt zu qualmen und nicht gleich brutal 230V drauf schaltet.Als Labor-Netzgerät würde ich ein regelbares Netzteil 3...30V mit 30mA...3A aufbauen. Da ist die Verlustleistung noch ganz gut in den Griff zu bekommen. Einen Trafo benötigst Du ja sowieso. Denke dran: 33V Gleichspannung sind \'nur\' 24V Wechselspannung.Bei Deiner Überlegung Kurzschluß-Sicherung per Feinsicherung wird der Gleichrichter zusammen mit der angeschlossenen Elektronik im Elektronen-Himmel sein, noch bevor etwas ausgelöst hat; das geht nur elektronisch.Alternativ könntest Du einen Trafo nachschalten und die Spannung über den Stelltrafo einstellen. Auf jeden Fall würde ich eine elektronische einstellbare Kurzschluß-Sicherung vorsehen. Bei einer nicht-einstellbaren Kurzschluß-Sicherung für z.B. 5A dürfte die angeschlossene Elektronik im Fehlerfall sehr schnell \'verduftet\' sein.5A mit 5.000µF=4.700µF zu glätten ist absolutes Minimum; 10.000µF sind besser.

Kaio

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29.05.2006, 16:47

@ kalledom
 

Feinjustierung eines Stelltrafos

Mal zum Verwendungszweck: Den Trafo brauch hauptsächlich als Leistungssteller für alle möglichen 230V Verbraucher, da is die Netzschwankung schnurz. Für die kleine Wechselspannung werd ich nen normalen Trafo hinten ranhängen, damit ich im unteren Bereich ein bischen genauer Regeln kann. Für die 30V is dann wohl doch ne gescheite Netzteilschaltung fällig, die vor dem Stelltrafo abgreift. Das ist glaub ich insgesamt das unkomplizierteste.

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