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Jürgen

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Erfurt,
31.03.2006, 04:12
 

Temperaturregelung

Hallo,ich benötige einen temperaturabhängigen Schalter. Dieser soll bei Raumtemperatur aus sein, wenn es wesentlich wärmer ist (ca. 25 Grad) einschalten. Dier „Schalter“ soll einen Stromkreis mit zwei parallelgeschalteten AA-Akkus schließen, durch den bis zu ein Amprere Strom fließen soll. Soll der Schalter Strom benötigen, stehen hierzu auch nur die beiden Akkus, also 1 bis 1,4 Volt zur Verfügung, daher soll der Schalter nur weniger als 100 mA Strom benötigen, damit die Akkus nicht allein durch den Schalter zu schnell leer werden. Der Stromkreis wird zu ca 10 bis 40 % geschlossen sein. Außerdem muß der Schalter folgende Bedingungen erfüllen:- er soll klein sein (kleiner als ein odeer ein paar Qubikzentimeter)- er soll leicht sein (nur wenige Gramm)- er soll preiswert sein (wenige Euro).Die mir untergekommenen Temperaturregler waren zu groß und benötigten eine Spannung von wesentlich mehr als 1 Volt. Daher habe ich es mechanisch mit einem Bimetall (Thermometer) probiert, dies funktioniert auch prinzipiell, jedoch erreicht der durchfließende Strom nur einen Bruchteil des nötigen Amperes, da der Kontakt nicht gut genug schließt. Gibt es einen Trick, hier einen besseren Kontakt zu erreichen? Kann der Strom evtl. verstärkt werden? Oder gibt es einen entsprechenden Widerstand oder (einfache?) Schaltung? Oder eine ganz andere Lösung? Vielen Dank!

el-haber

Catania,
31.03.2006, 16:40

@ Jürgen
 

Temperaturregelung

Hi,es ist etwas seltsam für mich, daß ein Bimetallschalter einen zu großen Übergangswiderstand haben sollte.Ich vermute eher, daß Deine AA-Akku-Zellen nichthochstromfähig sind!Wenn Beispielsweise 2000mAh draufsteht, dann heißt das noch lange nicht, daß da auch 2A fließen können. (Übergangswiderstand von 0,1Ohm und Lastwiderstand von 1Ohm bei 2 Akkus in Reihe vorausgesetzt)Bitte prüfe doch, ob Deine Last auch für Deinen Fall ausreichend wenig Widerstand hat! (um 2 Ohm bei gefordert 1 Ampere und 2,4V Versorgungsspannung).Ansonsten könnte ich Dir nur die Operationsverstärker-Methode mit nachgelagertem Leistungstreiber (BUZ11) empfehlen.CUStefano

Jürgen

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Erfurt,
31.03.2006, 17:47

@ el-haber
 

Temperaturregelung

Hi Stefano,so seltsam ist das gar nicht, ich habe versucht, einen Bimetallschalter zu finden, der bei 25 Grad schließt und bei 20 bis 24 Grad wieder öffnet, aber nicht gefunden. Daher habe ich versucht, so einen mit einen Zimmerthermometer und kleinen Magneten selber zu bauen. Dies war in der Art mein erster Versuch.Ich habe die Schaltung mit den 2 AA Akkus ausprobiert, es funktioniert soweit, (wenn die Akkus zeimlich leer sind, bleibt der Strom nicht mehr bei 1 Ampere), aber es fehlt noch der \"Schalter\". Ich habe eben nachgemessen, der Lastwiderstand beträgt 1.8 Ohm. Der BUZ11 ist ja schön klein, aber braucht er nicht mehrere Volt? Ich habe ja nur gut eines.Ist es nicht vielleicht das Beste, einen Bimetallschalter aus einem preisgünstigen oder ausrangierten Gerät auszubauen und ggf. anzupassen?Z.B. aus einen Raumthermostat. Den könnte man fest bei knapp 25 Grad fest einstellen, ich hätte eine kleine Hysterese und müßte nur noch aus dem Öffnen ein Schließen machen? Oder gibt es noch andere Geräte? (möglichst klein)? GrußJürgen

el-haber

Catania,
31.03.2006, 18:09

@ Jürgen
 

Temperaturregelung

Hi Jürgen,wenn Du schon mit Bimetall und Magneten rumexperimentiert hast, dann verwende doch anstelle des (neuen oder abgebrannten) Schalters über das Bimetall einen neuen Micro-Taster, der 1A verträgt. Diesen Microtaster, der im übrigen auch eine Hysteresse hat, läßt Du von dem Bimetall dann betätigen.Bei den Microtastern (ähnlich wie Endschalter, nur viel kleiner) passt dann auch der Anpressdruck der Kontakte beim Schalten.CUStefano

Jürgen

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Erfurt,
01.04.2006, 15:22

@ el-haber
 

Temperaturregelung

Hi Stefano,ja, daß mit dem Micro-Taster ist eine gute Idee, daß werde ich wohl so machen. Vielen Dank für deine prompte und hilfreiche Antwort!Ich habe mals ausprobiert, wieviel mein Bimetall (Zimmerthermometer) drücken kann, es sind so 0,2 cN, daß ist wohl doch etwas wenig. Aber einen Taster hätte ich vielleicht schon, und zwar aus einem defekten CD-ROM-Laufwerk zum Öffnen der Schublade. Dieser geht auch relativ leicht, er braucht ca. 0,5 N und der Tastweg ist auch höchstens 1 mm. Wenn bei einem Schalter die Angabe steht, 24 Volt, 50 mA, dann geht er doch auch mit 1,2 Volt, 1 Ampere?; wichtig ist doch die Wattzahl, beides 1,2, oder? Wie bekomme ich raus, ob der Schalter geeignet ist? Dann brauche ich nur noch etwas, was den Schalter temperaturabhängig betätigt. Vielleicht doch Bimetall aus einen Raumthermostaten? Ihn so anzubringen, daß er bei höheren Temperaturen schließt oder zur Not aus einem Öffner einen Schließer machen kann ja nicht so schwer sein. Oder woher das Bimetall nehmen? Bimetall gibt es ja nicht am laufenden Meter im Baumarkt zu kaufen. Viele GrüßeJürgen

el-haber

Catania,
02.04.2006, 20:33

@ Jürgen
 

Temperaturregelung

Hi Jürgen,bei Schaltern ist die Wattzahl nicht das Wesentliche sondern die Amperes!Und bei Leistungsschaltern auch noch die Spannung, wenn es über 40Volt geht (Lichtbogen).Nimm bitte einen anderen Schalter als diesen Rückmeldetaster.es gibt Beispielsweise von Marquart Leistungstaster, die bis 5Amp bei 60V gut schalten können.die Betätigungskraft ist bei diesen Teilen auch sehr gering - geringer jedenfalls als die Rückmeldeschalter.CUStefano

Jürgen

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Erfurt,
04.04.2006, 04:12

@ el-haber
 

Temperaturregelung

Hi Stefano,danke für den Hinweis, aber ich verstehe es nicht: Manchmal steht in Katalogen, maximal x Volt, y Ampere, manchmal aber auch maximal x Volt, y VA. VA ist doch VoltAmpere gleich Watt? Außerdem erschien mir es plausibel, daß die Wattzahl ausschlaggebend ist, die Wärmeentwicklung und damit die Gefahr des Durchbrennens ist doch von der Wattzahl abhängig, auch wenn nur ein Teil am Schalter \"hängenbleibt\". Bitte entschuldige meine Laienhaftigkeit, ich habe seit der Schule nicht mehr viel mit Elektrik/Elektronik zu tun gehabt und das ist auch schon ein paar Jahre her. Es gibt von Marquardt sogar eine Vertretung in Erfurt, so daß das Beschaffen kein Problem sein dürfte.Viele GrüßeJürgen

kalledom(R)

04.04.2006, 10:57

@ Jürgen
 

Temperaturregelung

Hallo Jürgen,Stefano hatte es schon geschrieben:» bei Schaltern ist die Wattzahl nicht das Wesentliche sondern die Amperes!Auf fast allen Geräten ist eine Leistungsangabe in Watt oder Volt-Ampere. Würde der Strom angegeben, müßte die Leistung erst errechnet werden; für den Laien sehr umständlich.Jeder Schaltkontakt hat einen Übergangswiderstand, an dem bei Stromfluß ein Spannungsabfall entsteht (U = R * I). Spannungsabfall mal Strom ergibt eine Leistung (P = U * I), die als Wärme auftritt und den Schaltkontakt bei Überbelastung, also zu viel Strom = zu viel VerlustLeistung, verbrennen läßt, unabhängig davon, wie hoch die geschaltete Spannung bzw. die angeschlossene Leistung ist.

el-haber

Catania,
05.04.2006, 11:15

@ Jürgen
 

Temperaturregelung

Hi,wenn die Wattzahl in verbindung mit einer Spannung angegeben ist, dann bedeutet das eine bestimmte Konstruktionsart.Beispiel: Schalter 24V~ und 100W: Große Kontakte mit Silberbelag für 5A und kleiner Schaltabstand (unter 2mm).oder: Schalter 80V= 100W wird mit großen mehrschichtigen Kontakten mit Sondermetallen aufgebaut und hat einen großen Zwischenraum, der mit einem beweglichen Isolierstoffdeckel versehen sein kann. Hier muß der Kontaktabbrand und der Lichtbogen kontrolliert werden!(= bedeutet Gleichstrom, ~ ist Wechselstrom)CuStefano

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