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Posti(R)

22.02.2006, 21:49
 

Dielektrizitätsmessgerät

Hi GemeindeIch suche eine Schaltung, die mir auf einem Spannungsmesser einen Ausschlag je nach verwendetem Dielektrikum ausgibt.Hintergrund:Ich fahre in meinem Diesel Pflanzenöl (momentan nur 30%).Da das Pflanzenöl (Pöl) bei den derzeitigen Temperaturen etwas zäh wird (der Filter kann verstopfen), wollte ich eine Anzeige einbauen, die mir sagt, wieviel % Pöl (oder Diesel) momentan in der Leitung ist.Denke daran, eine 2-Tank Lösung zu entwickeln, um vor Abstellen des Motors die Leitung mit Diesel zu Spülen (und durch die Anzeige wüsste ich, wann\'s genug ist).Leider konnte ich nicht herausfinden, welche Dielektrizität Pöl oder Diesel haben, hatte nur bei Wikipedia gefunden, daß Sprittsensoren entwickelt wurden und teilweise auch schon verbaut wurden, die die Einspritzung entsprechend einstellen.Ganz so kompliziert wollte ich\'s aber nicht machen.Dachte an einen Schwingkreis, dessen Kondensatorplatten im Sprittstrom liegen, nur weiß ich nicht, wie ich das anstellen soll :-|, also die Kapazität in eine Spannung umzuwandeln.Leider gibt\'s hier noch keinen Plan über einen Schwingkreis, und was ich damit anstellen muß.Wenn möglich für 12V DC (Versorgung), als Ausgangsspannung wären 0 bis 5V sehr brauchbar.:-D MfGPosti

strippenstrolch(R)

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Sassenburg,
18.03.2006, 22:16

@ Posti
 

Dielektrizitätsmessgerät

Hallo Posti,Du kannst doch die Kapazität in eine Frequenz wandeln und diese Frequenz dann in eine Spannung.Um die Kapazität in eine Frequenz zu wandeln gibt es doch den NE 555oder auch den CD 4093.Beim CD 4093 ist es besonders einfach zu bewerkstelligen.Ich bezweifle aber, dass der sich geringe Kapazitätsunterschied so einfachauswerten lässt. Vielleicht hilft ja eine Schaltung, wo das Gemisch mitLicht durchleuchtet wird und die Lichtstärke gemessen wird.Ist Diesel nicht irgendwie eingefärbt und das andere Öl nicht ?Da könnte doch ganz gewiss ein Helligkeitsunterschied detektierbar sein.Eine Seite ein Lasepointer, andere Seite ein einfacher LDR und fertig.Hier einmal eine Grafik dazu: [image]Das Poti dient zur Justierung für den \"Normalzustand\" man kann das Voltmeter damit auf Null oder auch auf Halbausschlag justieren.Das sollte dann entweder bei Gemisch oder reinem Pöl erfolgen, damit mandefinierte Zustände bekommt. Das Voltmeter sollte möglichst empfindlich gewählt werden, um so empfindlicher wird auch die Messung ausfallen.

Posti(R)

19.03.2006, 01:33

@ strippenstrolch
 

Dielektrizitätsmessgerät

HiDanke Dir für die Antwort.Der Diesel ist eigendlich farblos *denk*, das Pöl gelblich, aber subjektiv betrachtet ist das Gemisch ebenfalls farblos.Hab irgendwo was vom COUNT-Befehl im PICAXE gelesen, damit kann man z.B. Frequenzen \'erzählen\', also die Einzelimpulse über einen Zeitraum zählen.Da könnten mir schon kleine Unterschiede reichen.Weil sich die Kapazität wohl nur sehr minimal ändern dürfte, müsste der Schwingkreis mit einem (sehr) kleinen Widerstand aufgebaut werden, damit die Frequenz bei sich änderndem Kondensator merklich verändert.Zumindest soweit meine Gedanken.Leider hat sich die ganze Sache momentan eh erstmal erledigt, da ich seit 01.03. wieder Benziner fahre ... mein Diesel war nem LKW im Weg (sch**ß Schnee) ... und ne, der LKW war nicht schuld :-|Hab mir noch nen Schwung 08M\'er bestellt, mal schaun, ob ich da nicht doch was zusammen gebastelt bekomme.Im µC könnte ich dann ja mit dem Messwert machen, was mir gerade so in den Sinn kommt ... auch nen F-U Wandler (über PWM mit Kondensator am Ausgang).MfGPosti

strippenstrolch(R)

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Sassenburg,
19.03.2006, 16:43

@ Posti
 

Dielektrizitätsmessgerät

Als Generator für sehr kleine Kapazitäten könnte folgende Schaltung fungieren:[image]Der Kondensator wird hierbei natürlich viel kleiner sein, daher sollte der Widerstand/das Poti größer gewählt werden.

el-haber

Catania,
21.03.2006, 13:31

@ strippenstrolch
 

Dielektrizitätsmessgerät

Hi,ja der Schnee - am Ätna hat es auch welchen, leider ist der Lift kaputt.Der Brechungsindex des Pöl und des Diesel sollten auch unterschiedlich sein.Wenn Du Dir eine Meßkammer bauen kannst, dann sollte das die exateste Methode sein. Licht - am besten mit einer bestimmten Wellenlänge als Strahl (Laser) schräg auf die Meßkammer mit geraden Wänden (kein Glasrohr) und am Austritt 2 Photodioden mit Trennsteg nebeneinander (in Brechungsrichtung versetzt).Wenn nun das eine oder das andere Medium überwiegend im Meßglas ist, dann wird entweder die eine oder die andere Photodiode stärker belichtet. -> Brückenschaltung zur Verstärkung.Bei den Dielektrizitätsmeßmethoden würde ich auch die Periodendauer oder Frequenz direkt auswerten. Altes Physikersprichwort: Immer die genaueste Meßgröße untransformiert auswerten. Am besten eine Frequenz, da diese Digital zu zählen ist und mit genügend genauen Uhren verglichen werden kann.CUStefano

Chris

27.03.2006, 17:23

@ el-haber
 

Dielektrizitätsmessgerät

Es gibt feritge ICŽs zur messung von Kapazität sie geben die Kapazität direkt seriell (bis zu 20 Bit Genauigkeit) aus. Die Kapazität muss dabei nur sehr gering sein (bis wenige femto Farrad) Abstände im mm Bereich sind also kein Problem. Der IC sollte allerding mit einer mögöichst kurzen Zuleitung verbaut werden. Also am besten den IC mit in den Schlauch. MfG Chris

Posti(R)

27.03.2006, 18:57

@ Chris
 

Dielektrizitätsmessgerät

HiCoool !!Widerspricht zwar meinem \'das mach ich selber\'-Prinzip, aber klingt verlockend!Hast Du ggf. ne Quelle oder einen Anhaltspunkt, wonach ich Suchen muß?MfGPosti

pöli

E-Mail

09.05.2006, 00:49

@ Posti
 

Dielektrizitätsmessgerät

Hallo,ich werde bei meinem PÖL-Umbau die Spülung über die Temperatur kontrollieren.Das PÖL läuft zur ESP vorgerwäärmt. Wenn ich jetzt auf Diesel umschalte fällt die Temperatur ab und es ist Diesel in den Leitungen. Gemessen wird direkt vor der ESP.Grußund weeech...

bastler(R)

09.05.2006, 11:14

@ pöli
 

Dielektrizitätsmessgerät

Es gibt für Laboratorien Geräte zur Dielektrizitätsmessung von Flüssigkeiten.Das Messprinzip ist dabei folgendes;In einer Messzelle sind 2 Elektroden gegenüber angebracht,die Teil eines Schwingkreises sind.Zwischen den Elektroden wird die zu messende Flüssigkeitgegeben.Je nach Dielektrizirätskonstante wird die Frequenz des Scwingkreises verändert.Diese Frequenzänderung wird dann messtechnisch ausgewertet und direkt als Dielektrizitätskonstante angezeigt.Ich glaube nicht,das man so etwas mit einfachen Mitteln eimfach nachbauen kann.Ich habe vor einigen Jahren mal einen Blick ins Innere so eines Laborgerätes werfen können.Das war vollgestopft mit Elektronik.Ich will ja keinesfalls jemanden entmutigen,aber ich denke der Aufwand wäre enorm so etwas mit Amateurmitteln funktionierend aufzubauen.mfG harald

Posti(R)

09.05.2006, 18:14

@ bastler
 

Dielektrizitätsmessgerät

Hi@bastlerDie Technik dahinter dürfte man recht einfach durch Zählung der Schwingungen (pro Zeiteinheit) realisieren können.Dieser Wert dürfte proportional zur Dielektrizitätszahl sein *denk*.Ich befürchte nur, daß die Änderungen so gering sind, daß man für die Zeiteinheit 1 Sek in höheren KHz Bereich gehen muß, um dort eine kleine Differenz auszählen zu können ... wozu einfache Elektronik wohl schlicht und ergreifend zu langsam ist.Werde das aber trotzdem mal testweise zusammenfuschen ... man weiß ja nie (vll fahre ich ja mal wieder Pöl :-))@pöliWenn Du dabei nur auf die Temperatur gehen möchtest (auch ein Weg *denk*), dürfte Dir ein Baumarkt-Thermometer schon reichen.Den Temperatur-Fühler kurz vor der ESP angebracht (windgeschützt, hatte selber Luftpolsterfolie probiert - ging halbwegs) und Du solltest Deine Kraftstoff-Temperatur haben.Persönliches Interesse:Klingt nach 2-Tank, was hast Du Alles verbaut?Wann/Wie wird von Diesel auf Pöl umgeschaltet? (gerne auch als PN/Mail)MfGPosti*EDIT*Da hatte ich doch Pöli\'s Post als Frage gelesen ... dabei war\'s ne Feststellung.Dann eben so :)

Posti(R)

04.07.2006, 18:30

@ Posti
 

Dielektrizitätsmessgerät

HiMal wieder aufwärmen will :)Es geht immernoch um ein Dielektrizitätsmessgerät ;)Allerdings hatte ich (beruflich) mit einem IDM (induktivem Durchflußmesser) zu Tun, da ich mir die Funktionsweise nicht vorstellen konnte, laß ich ein Wenig rum.Bei leitfähigen Medien wird eine Spannung am Medium abgegriffen, die aufgrund einer Induktion eines äußeren Magnetfeld erzeugt wird.Das Ganze gibt es auch mit kapazitivem Abgriff für aggresive Flüssigkeiten bzw für nicht leitende Medien (dazu konnte ich aber nichts finden).Meiner Überlegung nach würde ein Betriebsmittelfluß das Ergebnis (also Dielektrizitätsprüfung) verfälschen, da genau diese Funktionalität industriell zur Volumenbestimmung benutzt wird.Wie gesagt, fand leider nichts darüber, wie ein kapazitiver IDM funktioniert, sonst hätte ich folgende Überlegung, wie man den Fehler herauslesen könnte:Man benutzt 2 dieser Selbstbau-IDM\'s in 2 gleich großen Kanälen der Sprittleitung.Eine dieser Leitungen wird gesperrt, damit kein Fließen das Ergebnis verändern kann.Hier hätte ich einen Dielektrizitäts-Wert.Im anderen Zweig hätte ich einen Volumen-Wert (bei gleichem Medium).Damit wirklich das Medium in beiden Zweigen identisch ist, würde ich beide Zweige im Sekundentakt umschalten.Wie gesagt, ich weiß nicht, ob sich die Werte überhaupt unterscheiden können, denke aber, daß durch den Fluß des Dielektrikums etwas, wenn auch nur sehr wenig, daß Ergebnis abweichen wird.So sollte es möglich sein, nichtleitende Medien im Volumen und im Mischverhältnis (Diesel/Pöl) erfassen zu können.Hat jemand von Euch da Erfahrungen, Links oder Idee\'n?MfGPosti

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