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JayCool(R)

02.02.2006, 13:35
 

Entprellen von Taster

Hi Leute,ich würde gerne ein wenig mit diversen Logik-Chips (u.a. auch Schieberegister...) experimentieren und in dem Zusammenhang habe ich gehört, dass man dazu entprellte Taster benötigt und dass das irgendwie mit einem Schmitt-Trigger funktioniert...Könnte mir jemand von Euch einen Bauplan für \'ne Entprell-Schaltung zukommen lassen. Als Ergänzung möchte ich noch erwähnen, dass die Taster nur EINEN Kontakt haben. Auch sollten zwei verschiedene Schaltkreise zum Einsatz kommen:Typ 1: Strom fließt, so lange die Taste gedrückt wirdTyp 2: ein Tastendruck schaltet den Strom wechselweise ein und der nächste wieder aus usw.Gruß, Jan

kalledom(R)

02.02.2006, 13:56

@ JayCool
 

Entprellen von Taster

Hallo Jan,hier ist Sie, die Entprellung eines Tasters mit nachfolgendem D-FlipFlop.Der Taster kann auch ohne R2 entprellt werden; ich persönlich mag es nicht, wenn ein Kondensator brutal durch Kurzschluß entladen wird. Das gibt Störspitzen.Nach dem 40106 ist bei betätigtem Taster High-Pegel.Am Q-Ausgang des 4013 wechselt der Pegel bei jedem Tastendruck.[image]

JayCool(R)

03.02.2006, 11:09

@ kalledom
 

Entprellen von Taster

Hallihallo, ich hab\' da noch ne Frage:Muss man bei solchen Logikchips die nicht benutzten Eingabe-Pins auf Masse legen???

kalledom(R)

03.02.2006, 11:29

@ JayCool
 

Entprellen von Taster

auf GND ist eine Möglichkeit, nach Plus die zweite und über PullUp oder PullDown die dritte und vierte. Schau Dir die Regeln für das Arbeiten mit CMOS-Bausteinen an: http://www.domnick-elektronik.de/elekttl.htm

JayCool(R)

03.02.2006, 13:45

@ kalledom
 

Pull-Down-Widerstand bisher: Entprellen von Taster

Stichwort \"Pull-Down-Widerstand\":Ich hab\' das schon an verschiedenen Stellen gelesen, kann mir aber nicht so recht etwas darunter vorstellen. Ist das so zu verstehen, dass man z.B. den Eingang von \'nem Logikbaustein nicht direkt an GND anschließt, sondern da noch einen Widerstand dazwischenschaltet? Und wie groß muss dieser Widerstand sein, bzw. steht das irgendwo im Datenblatt, oder ist der zu ermitteln nach der berühmten Formel R=U/I ???Welche Vorteile hat man beim Einbau des Widerstandes gegenüber der Lösung ohne Widerstand???Gruß, Jan :confused:

kalledom(R)

03.02.2006, 14:27
(editiert von kalledom, 03.02.2006, 14:59)

@ JayCool
 

Offene Eingänge bei CMOS

Am gängigsten ist der PullUp-Widerstand. Ein Widerstand ist an Eingang und Plus angeschlossen. Dadurch bekommt der Eingang über den PullUp-Widerstand Plus- / High-Potential, wird nach \'oben gezogen\' (PullUp).PullDown ist entsprechend nach unten, zum GND / Low-Potential.Meine Empfehlung für die Größe des Widerstandes bei CMOS-Bausteinen: ca. 10...100 KiloOhm.Vorteil: eine Drahtbrücke gespart und es kann schnell mal mit einem Ausgang, Taster oder Draht ein anderer Pegel angelegt werden, ohne daß es raucht.Nachteil: der Platz für den Widerstand (für eine Drahtbrücke evtl. nicht).Eine weitere Möglichkeit, daß bei CMOS keine Eingänge offen bleiben: die Eingänge werden an Ausgänge angeschlossen (natürlich nicht am eigenen Ausgang !). Meistens dann, wenn sich neben einem Eingang ein Ausgang befindet und mit einem \'Lötklecks\' eine Verbindung hergestellt werden kann (Drahtbrücke / Widerstand gespart).

el-haber

Catania,
03.02.2006, 18:55

@ kalledom
 

Offene Eingänge bei CMOS

Hi Jan, hallo Karl-Heinz,Bei den EIngängen ist eine direkte Verbindung mit GND oder Ub (z.B. 5V) möglich.Aus Gründen der Einsparung von Bauteilen wird dies auch so gemacht.Lediglich bei den Ausgängen ist ein Widerstand dann notwendig, wenn es sich um einen \'offenen\' Ausgang handelt. Das bedeutet, daß der Ausgang nur in eine Richtung einen Strom treiben kann, da z.B. ein Schalttransistor mit offenem Kollektor dahinter steht. Für solche Ausgänge, die aus dem Datenblatt ersichtlich sind ist dann ein \'Pull up\'-Widerstand notwendig (Größe etwa 10kOhm).Pull-up oder Pull-down stehen für die Eigenschaft, einen Strom von \'oben\' also +Ub oder unten also GND zu ziehen und damit das POtential des Ausganges nach +Ub oder GND abzuschließen.ANwendung auch bei sog. BUS-Schaltungen, bei denen über mehrere Module verteilt Daten auf verschiedene Eingänge übertragen werden sollen. Da kommt dann hinter den physikalisch letzten Eingang ein Bus-Terminator gegen +Ub oder GND, damit keine Reflexionen an offenen oder kurzgeschlossenen Signalleitungen entstehen.CUStefano

JayCool(R)

16.06.2006, 15:11

@ kalledom
 

Einschaltzustand nicht reproduzierbar!

Hallo erstmal!Ich hab\' mal die weiter oben, von kalledom vorgeschlagene Schaltung auf \'nem Steckbrett nachgebaut. Dabei habe ich die Schaltung nach Maßgabe der nachfolgend gezeigten Skizze etwas erweitert.[image]Der Einschaltzustand der LED an Q wechselt vorschriftsmäßig bei jedem Druck auf den Taster. Mir fiel jedoch auf, dass der Zustand der LED am Ausgang Q des 4013 im Moment des Anlegens der Stromversorgung nicht reproduzierbar ist! Ich verwende zur Versorgung der Schaltung eine mit einem Spannungsregler 7805 stabilisiertes Steckernetzteil.Nach dem Einschalten des Stromversorgung leuchtet die genannte LED, und manchmal ist sie ausgeschaltet.Jetzt meine Frage: Wie kann man erreichen, dass die LED an Q beim Einschalten der Spannungsversorgung IMMER aus ist, und erst beim ERSTEN Tastendruck eingeschaltet wird? MfG und vielen Dank im VorausJan

kalledom(R)

16.06.2006, 17:31

@ JayCool
 

Einschaltzustand nicht reproduzierbar!

Indem Du die R-Eingänge (=Reset) nicht direkt an GND anschließt, sondern alle zusammen über einen Widerstand 1...10kOhm an GND. Dann noch einen Elko 1...10µF von allen R-Eingängen nach Plus (Plusseite des Elkos an Plus).Wenn Du dann einschaltest, ist der Elko leer und niederohmig, die R-Eingänge liegen auf High-Pegel, alle FlipFlops gehen in \'Grundstellung\'.Der Elko wird über 1kOhm aufgeladen, bis er voll und hochohmig ist. Dann liegt Low-Pegel an den R-Eingängen an und alle FlipFlops sind bereit.

JayCool(R)

16.06.2006, 17:49

@ kalledom
 

Einschaltzustand nicht reproduzierbar!

Hi Kalle,erstmal vielen Dank für Deine Antwort! Ich habe jedoch noch eine andere Lösung gefunden: Ich hab\' einfach den Schalter an meiner Spannungsversorgung ebenfalls entprellt. Dazu habe ich den linken Teil der Schaltung (bis einschließlich Ausgang des 40106) einfach nochmal aufgebaut.Den Taster habe ich durch meinen Netzschalter ersetzt, und den ersten Ausgang des 40106 nach dem Netzschalter habe ich dann mit der Stelle im Schaltplan verbunden, wo in meiner Zeichnung das \"+\"-Symbol steht.Ich hab\' den Netzschalter dann so 30 mal an- und ausgeschaltet, und die LED am Anschluss Q war dann IMMER zunächst dunkel. Ich glaube, es funktioniert.Ich werde aber auf jeden Fall noch Deine Lösung probieren. Insgesamt ist die wohl die preiswertere - Du hast ja auch wesentlich mehr Erfahrung als ich.Gruß, Jan

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