zu wenig Steckdosen
Hallo Julia,wenn Du Mehrfach-Tischsteckdosen (\"Dreiersteckdosen\") verwendest, die ein eindeutiges VDE und GS -Symbol tragen, so kannst Du diese so \"ineinandertüddeln\",dass alle Deine Geräte dran passen. Es gibt auch 6-er oder gar 8-er Tischsteckdosen zu kaufen. Mit einem vernünftigen Prüfzeichen überhaupt kein Problem, da passiert nichts. Du kannst dann etwa 3000 Watt dranklemmen. Dann bauchst Du nicht Deine Wände aufhacken und auch nicht den Vermieter fragen. Lediglich ist auf ordentliche und möglichst staubfreie Verlegung zu achten (natürlich auch ohne Feuchtigkeit, versteht sich...). Hinter dem Schreibtisch oder einem Schrank ist das bald gut verstaut und nicht mehr zu sehen. Das \"Kabelgetüddel\" kannst Du noch mit ein wenig Klebeband oder Gummiringen oder so zusammenlegen, so dass das alles sehr gut aussehen kann.Stelle Dir das Aufhacken der Wände bitte nicht so einfach vor, das ist eine \"Bärenarbeit\" und sehr schmutzig obendrein (Staub). Ebenso wird die Schalterdose auch nicht \"einfach so\" in die Wand \"gesteckt\", sondern muss vernünftig eingegipst werden, da sie sonst nicht hält und bei geringer Belastung wieder herauskommt (da mosert der Vermieter garantiert...). Auch müssen bestimmte Normabstände zu Wohnungseinrichtungen wie Türen, Fenstern und Heizkörpern eingehalten werden.Auch der Schlitz für das Kabel muss wieder zugegipst werden. Und das möglichst so, dass man das hinterher nichts sieht. Danach muss die defekte Tapete erneuert oder geflickt werden. Also ein recht großer Aufwand, stelle Dir das also auch nicht so billig vor, wenn das eine Fachkraft macht.Daher mein Tipp: \"Tüddelsteckdosen\", sauber verlegt. Ich selber mache das in meinem Hause nur noch so, denn sonst würde ich hier nur stets dabei sein und irgendwelche Wände aufhacken, da die Steckdosen eigentlich nie dort sind, wo man sie braucht.Prinzipiell lassen sich aber so viele Steckdosen nachrüsten wie Du magst, vorausgesetzt, Du veränderst an der Absicherung des Zuleitungskabels nichts und verwendest für die neuen Kabel den zulässigen Mindestquerschnitt von 1,5 qmm und die Ausführung \"NYM\" (rund) oder \"Stegleitung\" (flach). NYM wird mit Schellen genagelt und Stegleitung mit Stahlnadeln. auch das Nageln der Schellen bzw. der Stahlnadeln will erprobt sein, das geht manchmal je nach Untergrund gar nicht schön. Bei Beton z.B. muss man schon sehr viel Erfahrung haben, sonst bekommt man die Nägel nicht in die Wand \"gekloppt\". Hierzu: Je fester der Untergrund, desto kürzer müssen die auszuwählenden Nägel sein.Die Nägel gibt es von 60mm bis hinab zu 12 mm. Ein gutes Maß sind 23ger oder 30ger Nägel für Stein und 40ger Nägel für Holz. Beton bekommt man nur mit 12er Nägeln \"gebändigt\". Bei Porenbeton sind 60ger Nägel ein Muss, sonnst fällt Dir die frisch verlegte Leitung wieder von der Wand, bevor Du sie vergipst hast. Proroton hat eine ganz fürchterliche, splitternde Eigenschaft, die ein Nageln nur in den Fugen vernünftig werden lässt. direkt in den Poroton gekloppt fällt Die jeder Nagel wieder raus, das ist durch den harten Brand nunmal so.Falls es auf Beton gar nicht anders funktionieren will (es gibt sehr \"fiesen\" Beton), greift man zur Klebepistole. Dann aber nuss der Untergrund absolut Staubfrei sein, und man darf auch nicht bei zu niedrigen Temperaturen arbeiten, denn sonst hält sogar das nicht, weil der Kleber am eiskalten Beton zu schnell auskühlt, ehe man das Kabel hineingedrückt hat.Zum Vergipsen eignet sich jeder Stukkateurgips, wenn man zügig arbeitet, oder aber Moltofill, wenn man es gemächlicher angehen lassen will. Stukkateurgips darf beim Anmischen mit Wasser nicht so heftig gerührt werden, sonst bindet er einfach zu schnell ab, das kann je nach \"Rührtätigkeit\" innerhalb von Minuten gehen. Moltofill hingegen braucht meiner Meinung nach ewig bis es abgebunden hat, da würde man auf dem Bau nichts schaffen und der Chef meckern, aber für eine einzelne Steckdose reicht das, besonders, wenn man (wie meistens als Anfänger) zu lange mit dem Spachtel \"herumfummelt\". Zum Schließen der Schlitze wäre aber Moltofill wohl gut, man kann damit sehr schöne Oberflächen erreichen und so lange spachteln, bis alles schön glatt ist und tapeziert werden kann.Wie gesagt, wenn die Wohnung nicht Dein Eigentum ist, so nimm eine \"Tüddelsteckdose\", ist der kleinste und unauffälligste, billigste und schnellste Weg. Schrank davor und weg ist die \"Tüddelei\".
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- zu wenig Steckdosen - Julia, 06.08.2005, 11:49
- zu wenig Steckdosen - Stoffel
, 06.08.2005, 14:37 - zu wenig Steckdosen - strippenstrolch
, 06.08.2005, 16:17 - zu wenig Steckdosen - Posti, 19.08.2005, 20:38
- zu wenig Steckdosen - Stoffel
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