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tageloehner(R)

29.03.2024, 12:23
 

Einen billigen 20W LED Baustrahler optimieren

Von 4 LED-Strahlern der 2. kaputt. Verklebt, IP65, 20W Leistungsaufnahme. Der erste war also kein Zufall, sondern da ist ein Fehler eingebaut. Also das verklebte Teil irgendwie aufbekommen. Dafür die Klebe mehrfach ringsum eingeschnitten mit Stanleymesser, den Kleberest vorsichtig auseinanderdrücken und noch mal schneiden.
[image]
4 LED-Chips durchgebrannt.
Schaltung untersucht, es sind LED-Reihenschaltungen mit 200-210V und simple lineare Stromregler verbaut. 30-40% der aufgenommenen Leistung gehen am Linearregler verloren, hier sind 2 Stück CYT1000A drin. Sogar im Datenblatt des Chipherstellers wird ein Kondensator in Reihe zur LED-Schaltung empfohlen, verringert die Verluste erheblich aber kostet paar Cent mehr.
Ich hab LTSpice genommen und eine Analyse mit funktionsähnlichem Ersatzschaltbild gemacht. Das ergab etwa 2uF (plus Entladewiderstand) als idealem Wert. Bei kleinerem Wert fällt die Lichtmenge merklich ab, bei größerem Wert steigen die Verluste an.
[image]
Die 2.2uF plus den Entladewiderstand im Schrumpfschlauch eingebaut, die defekten LED getauscht, zamgeklebt, läuft wieder.
Der Strahler ist jetzt kühl genug, daß man sich nicht mehr die Finger dran verbrennt. Spitzenspannung an den Linearreglern fällt von ca. 160V auf ca. 65V, die Lichtmenge nicht merklich weniger. Die Spannung am Kondensator sieht ungefähr so aus:
[image]
Das sieht zwar ziemlich arg aus, aber der originale Baustrahler hatte ja auch schon einen power factor von 0,5.
Zum löten der SMD-LED nehm ich übrigens ein Ceranfeld, mit etwas Übung geht das ganz brauchbar bei diesen Alukern-Platinen.

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