Forum Strippenstrolch

Forums-Ausgangsseite

log in | registrieren

zurück zum Board
Thread-Ansicht  Mix-Ansicht  Reihenfolge
chetroniker(R)

01.03.2006, 00:16
 

servus

hallo zusammen, befor ich meine erste frage poste wollte ich mich noch schnell vorstellen (wie in jedem anderen forum auch :)) : richtiger name alex, stolzer bayer, eigentlich eher chemiker als physiker und begeistertet heimwerker (manchmal mit zweifelhaftem ausgang). dummerweise binn ich auf einer internationalen, sprich englischsprachigen schule weswegen ich manchmal wohl englische begriffe für technische teile verwenden muss :(. mein elektronikwissen: geht so, kein absoluter anfänger mehr, übung im lesen von schaltkreisen (solang sie nicht allzu kompliziert werden), löteisenverbrennungen (wo hab ich nur das ... au!). durch das ausschlachten von alten teilen lernt man ganzschön viel :yes:. genug gefaselt, meine erste frage:für mein chemiehobby baue ich mir sachen wie magnetrührer und zentrifuge selber, für den rührer hat\'s der computerlüfter als motor noch gebracht, bei der zentrifuge funktioniert das leider nicht ganz so gut (wieso wohl ;)...). also zu conrad einen (für mich) sündhaft teuren e-motor für 20 euronen erworben (von IG, auf 12V ausgelegt, riesentrumm). das ding munter an eines meiner drei computernetzteile (in labornetzteile umbegaut) angeschlossen, zack, kurzschluss. nach drei versuchen hat\'s gereicht. wenn man den motor erst anschließt und dann den hauptschalter beim netzteil umlegt funktioniert der motor sogar (für circa 30sec.), mann kann dann auch eine wuderschöne mini-tesla-coil im inneren (durch löcher) beobachten :/. flugs zum lehrer, sehr hilfsbereit übrigens, der hat zur einer diode zwischen den beiden leitungen geraten, ohne bild ist das schwer zu erklären. ich habe auch so ungefähr verstanden wozu dass dann gut ist, könnte ich aber nur auf englisch wiedergeben. ok, zuhause ausprobiert, diode rein (natürlich so das im \"normalzustand\" kein kurzer entsteht), zack, funken, ohh war des schön (himmelherrgottsackra). sooo, und wer sich durch den ganzen text durchgefressen, pardon, gegessen hatt könnte mir vielleicht bei meinem problem helfen. danke!ps: zuerst habe ich geglaubt es würde in meinem netzteil zu einem \"thermal runaway\" kommen, aber dann wäre es ja hinüber *kopfkratz*

kalledom(R)

01.03.2006, 00:31

@ chetroniker

servus

Hallo Alex,dann verrate doch mal als erstes, wieviel Ampere dieses MordsTrumm von Motor zieht. Ich vermute fast, daß dann alles geklärt ist, weil die PC-Netzteile an der 12V Spannung nur ca. 10A können.PS: FreilaufDiode, wegen der InduktionsSpannung des Motors.

chetroniker(R)

01.03.2006, 12:17

@ kalledom

servus

ok, vielleicht sollte ich das mit dem \"mordstrumm\" etwas spezifischer ausdrücken da ich den motor gerade nicht zur hand habe: etwa faustgroß, etwas kleiner. vieviel ampere er zieht weis ich leider nicht genau, ich habe mir mal die bilder im conrad katalog angeschaut, keines passt genau auf meinen motor, am ähnlichsten ist er der 0,25A version.

kalledom(R)

01.03.2006, 15:16

@ chetroniker

servus

Das Wesentlichste sind die Motordaten:SpannungLeistung und / oder StromOhne diese Angaben kann ich nur \'Kaffesatz lesen\', aber Dir nicht helfen.Die Größe eines Motors sagt nichts über dessen Leistung / Strom aus. Wenn Du den Motor vom großen C hast, gibt es doch sicher Angaben und / oder ein Datenblatt.Ich kaufe doch keinen Motor, nur weil er schön aussieht oder \'nett dick\' ist.

chetroniker(R)

01.03.2006, 18:30
(editiert von chetroniker, 01.03.2006, 18:50)

@ kalledom

e-motor

natürlich nicht, der motor sollte für eine spannung von 12 oder 24V ausgelegt sein und müsste stark genug sein um eine 300g-masse schnell genug zu bewegen (beim Conrad habe ich das so ausgedrückt: \"je schneller, desto besser\"). auf dem motor steht zwar eine nummerkombination, nur half google ausnahmsweise mal nicht weiter. da der motor im moment in meinem schließfach an der schule ist, kann ich die nummer auch nicht aufschreiben. morgen will mir mein DT lehrer weiterhelfen, hoffentlich wird\'s was. so oder so werde ich dieses forum aber sicher öfter besuchen, auch mit der ehrlichen absicht fragen zu beantworten (wozu ich wohl eher selten in der lage sein werde :( )

chetroniker(R)

02.03.2006, 18:11

@ chetroniker

e-motor

so, der lehrer konnte mir leider nur insofern weiterhelfen dass das netzteil zuviel ampere für den motor liefert, er empfahl ein netzteil für 12V 2-3A zu bauen/ kaufen. eine andere lösung wäre mir eigentlich lieber, hier erstmal die nummer des motors: \"CODE/24 44 73\". wäre es nicht z.B. möglich etwas ans netzteil ranzubauen um es \"motortauglich\" zu machen? mit dem labornetzteil an der schule funktioniert das teil wunderbar (max. 5A).

kalledom(R)

02.03.2006, 18:59

@ chetroniker

e-motor

» so, der lehrer konnte mir leider nur insofern weiterhelfen dass das» netzteil zuviel ampere für den motor liefert,Wie kann ein Netzteil zu viel Strom liefern ?Der Motor nimmt sich den Strom, den er benötigt. Selbst wenn das Netzteil 1000 Ampere könnte, würde er nicht mehr aufnehmen.Ich vermute, daß einige (PC-) Netzteile die Induktivitäten des Motors nicht besonders mögen. Parallel zum Motor MUSS UNBEDINGT eine Freilauf-Diode angeschlossen sein, evtl. ein 100nF/250V= Kondensator dazu.

sh

02.03.2006, 18:59

@ chetroniker

e-motor

5A bringt ein herkömmliches PC-Netzteil garantiert. Wenn man sich jedoch bei Conrad die Artikelnummer 244473 anzeigen lässt und das dazugehörige Datenblatt auswertet, stößt man auf folgendes: 3,6A im Leerlauf, bis 12,5A unter Belastung. Womit die These eines zu klein dimensionierten Netzteils doch sehr wahrscheinlich ist. Sollte es sich um ein älteres Netzteil handeln, kann der Strom auf der 12V-Schiene nicht ausreichen. Des weiteren kann es sein, dass das Netzteil auch auf der 5V-Schiene eine Grundlast benötigt, um ordnungsrecht zu arbeiten.

chetroniker(R)

02.03.2006, 20:24

@ sh

e-motor

ich versteh nicht wieso hier die meinung herrscht das netzteil würde nicht genug ampere liefern, laut meiner beschreibung liegt doch die vermutung näher das es zu viel amps liefert (blaues leuchten im motor, starke erhitzung), oder wie ist das?

sh

02.03.2006, 21:55

@ chetroniker

e-motor

Da bist du auf dem Holzweg. Ein hypothetisch angenommenes Netzteil mit 10A auf 12V kann natürlich auch mit kleiner Last (geringere Leistung, geringere Stromstärke) betrieben werden. Die 10A stellen in diesem Fall den Maximalstrom dar, der lieferbar ist ohne das sich das Netzteil, oder dessen Sicherung verabschiedet. An diesem NT kann man auch eine LED mit 20mA mit Vorwiderstand betreiben, alles kein Problem.

chetroniker(R)

02.03.2006, 22:16

@ sh

e-motor

irgendwie bin ich zu dumm um das zu verstehen, ein netzteil mit 115W maximalleistung sollte doch in der lage sein den motor zu versorgen? und wenn man sich die \"symptome\" ansieht denke ich da spontan doch eher an zuviel leistung?? mit einem 9V 300mA netzteil funktioniert der motor übrigens einwandfrei, nur etwas langsam eben. sorry, ich hatte bisher immer nur mit relativ simplen schaltungen zu tun (bauen), batterie, ein paar schalter, relais, kondensatoren, widerstände und selten \"thyristors\". ich habe ja schon probleme richtig zu verstehen woher die amps beim netzteil kommen wenn es sich nicht nach ohm\'s law richtet... da das weit über unseren immomentigen lehrplan hinausgeht muss ich mir es selbst beibringen, leider nicht immer mit erfolg :(

sh

03.03.2006, 00:33

@ chetroniker

e-motor

» irgendwie bin ich zu dumm um das zu verstehen, ein netzteil mit 115W» maximalleistung sollte doch in der lage sein den motor zu versorgen? und» wenn man sich die \"symptome\" ansieht denke ich da spontan doch eher an» zuviel leistung?? mit einem 9V 300mA netzteil funktioniert der motor» übrigens einwandfrei, nur etwas langsam eben. sorry, ich hatte bisher» immer nur mit relativ simplen schaltungen zu tun (bauen), batterie, ein» paar schalter, relais, kondensatoren, widerstände und selten \"thyristors\".» ich habe ja schon probleme richtig zu verstehen woher die amps beim» netzteil kommen wenn es sich nicht nach ohm\'s law richtet... da das weit» über unseren immomentigen lehrplan hinausgeht muss ich mir es selbst» beibringen, leider nicht immer mit erfolg :Ein Netzteil kann immer nur einen bestimmten Maximalstrom zur Verfügung stellen, das ist bei einem PC-Netzteil nicht anders. Meist ist ein Aufkleber am NT angebracht, das Auskunft über die maximal zur Verfügung gestellten Stromstärken der einzelnen Schienen gibt. Bei 115W Gesamtleistung also vielleicht 5A auf 12V, also 60W auf der 12V-Schiene. Die anderen Spannungen (5V, 3,3V, -12V etc.) ergeben in Multiplikation mit ihren dazugehörigen Stromstärken weitere maximale Teilleistungen. Die Summe dieser Teilleistungen ergibt dann die Gesamtleistung, in diesem Fall 115W. Auch wenn ich kein Experte in Sachen Schaltnetzteile bin, so bin ich mir sicher gelesen zu haben, dass ältere PC-Netzteil zum korrekten Betrieb immer noch eine Grundlast auf der 5V-Schiene brauchen, also einfach dort mal einen Lastwiderstand/ einen Verbraucher dranhängen. Die Spannung wird vom Netzteil zur Verfügung gestellt, hier 12V. Der Strom wird nur durch den Verbraucher bestimmt, in einfachster Form durch seinen elektrischen Widerstand, um beim Ohmschen Gesetz zu bleiben. Nur als Beispiel: Hängst du einen Widerstand von 10kOhm an die 12V-Leitung, so stellt sich ein Strom von 12V/10.000Ohm=0,0012A ein, also 1,2mA. Egal ob das Netzteil 5 oder 8 oder 10 Ampere liefern könnte. Das wollte auch kalledom ausdrücken.Der Betrieb des Motors am 9V/300mA-Netzteil ist übrigens nicht zu empfehlen, da dieses zu sehr belastet wird. Endweder brennt eine eingebaute Sicherung durch oder das NT als solches wird in Mitleidenschaft gezogen, thermische Zerstörung inkl. Wohnungsbrand nicht ausgeschlossen.Im Übrigen gibt es zur Erklärung des Stroms auf der Strippenstrolch-Hauptseite eine leicht verständliche Darstellung, so schwer ist das ganze dann doch nicht zu verstehen. ;-)

kalledom(R)

03.03.2006, 00:37

@ chetroniker

e-motor

Das Netzteil mit 115 W ist zu unterteilen in 5V, +12V und -12V. Du mußt die Strom-Angaben für die einzelnen Spannungen beachten !Es handelt sich beim PC-Netzteil um ein Schaltnetzteil ohne dicken Transformator und Längsregelung. Schaltnetzteile reagieren auf Induktivitäten sehr sauer.Ohne Freilauf-Diode fackelst Du fast jedes Netzteil ab. Ein Labornetzteil, wenn es was taugt, natürlich nicht; es hat entsprechende Schutz-Schaltungen.Bei einem Steckernetzteil mit Trafo, Gleichrichter und Siebelko gibt es nichts zu schützen; der Siebelko fängt allen Mist ab.PC-Netzteile sind für Mainboards, Festplatten, etc. gedacht, und nicht für fette, äußerst induktive Gleichstrommotoren.

chetroniker(R)

03.03.2006, 12:15

@ kalledom

e-motor

also bestände doch die möglichkeit mit einer diode (1N4001) den \"back emf\" zu verhindern, wenn ich dann noch einen widerstand/ ventilator an die 5V schiene lege sollte es doch funktionieren? oder ist davon abzuraten?ich habe per multimeter herausgefunden das das netzteil an zwei (gut verstechten ;) ) kabeln auch 24V liefern kann, sehr nützlich für elyse, nur steht das auf dem netzteil interessanterweise nicht drauf.

kalledom(R)

03.03.2006, 12:35

@ chetroniker

e-motor

» also bestände doch die möglichkeit mit einer diode (1N4001) den \"back emf\"Nein; die 4001 kann nur wenige Volt vertragen. Du mußt schon eine 1N4007 (sieben) (1000V) nehmen. Lade Dir mal das Datenblatt zu 1N400x.Ohne Diode haust Du Dir jedes Netzteil kaputt, was keine Schutzschaltung gegen Induktivitäten hat; warum sollte die bei einem PC-Netzteil auch sein ? Außerdem vernichtet man unerwünschte Induktivitäten immer dort, wo sie entstehen.Wegen der Kommutator-Unterbrechungen würde ich auch noch einen Kondensator 100nF/250V mit anschließen.Als Grundlast würde ich eine Halogenlampe 12V / 10...30W an die 5V nehmen.Ein Widerstand wird zu heiß, bei der Lampe wird ein Großteil in Licht umgewandelt.Was die 24V betrifft, an +12V und -12V sind 24V zu messen ?

chetroniker(R)

03.03.2006, 15:01

@ kalledom

e-motor

danke, sobald ich die diode habe probier ich das aus. und nein, die +12V -12V kabel liefern die beschriebenen 12V, es gibt jedoch zwei kabel die auf dem netzteil nicht beschrieben sind, diese liefern 24V

chetroniker(R)

12.03.2006, 12:14

@ chetroniker

e-motor

hrmpf, nicht is, auch nicht mit nutzlast :-( . ergo müsste ich mir ein anderes natzteil kaufen um den motor ordentlich zum funktionieren zu bringen (ahhh, mein geldbeutel). wüsste jemand welches netzteil hierfür geeignet wäre?

kalledom(R)

12.03.2006, 17:26

@ chetroniker

e-motor

Probier den Motor erst mal an einer AutoBatterie. Wenn er dort \'anstandslos\' läuft und auch nicht zu warm wird, dann besorge einen 12V (Halogenlampen-) Trafo mit 100...150 VA und einen Brücken-Gleichrichter mit 25...35A. Damit sollte der Motor dann laufen. Vor den Trafo eine Sicherung mit 1,6...3,15A träge, falls auf der 12V-Seite was \'schief\' läuft.

chetroniker(R)

12.03.2006, 20:52

@ kalledom

e-motor

erstmal danke, nur wo krieg ich jetzt so schnell ne autobatterie her:-D ? hätte aber einen säure-blei akku mit 6V 4.5A da, geht der auch? und mit brücken-gleichrichter meinst du eine diodenbrücke, oder? ich nehme an meine 1n4007 wären hierfür geeignet

el-haber

Catania,
12.03.2006, 21:56

@ chetroniker

e-motor

HI,versuche es mit der 6V Batterie!Bei Motoren gibt es ein großes Anlaufmoment, das einen hohen Anlaufstrom hervorruft. - Du darfst Dir das so vorstellen, daß ein Läufer erst mal langsam auf Geschwindigkeit gebracht werden muß um dann mit einer bestimmten Geschwindigkeit laufen zu können.F=m*a => Kraft ist Masse des Rotors und allem was dran ist mal die Beschleunigung.MBeim Motor ist die Beschleunigung proportionnal zur angelegten Spannung und diese erzeugt dann wieder einen entsprechend hohen Strom.Ist der Motor dann auf der spannungsabhängigen Nenndrehzahl, dann braucht er nur noch wenig Strom.Weiter oben Stand 12V bei Leerlaufstrom von 3,6A = ca. 40W kein Wunder daß das Ding heiß wird - Bitte unbedingt Kühlrippen anbauen oder nur über einen Regler betreiben.Oder nur mit 6V betreiben (dann dreht er auch langsamer, kann aber die 300gr. durchaus beschleunigen.)Die einfachste Motorregelung ist ein VOrwiderstand (Leistungswiderstand), der zum Anlaufen in Reihe mit dem Motor an die Versorgung angeschlossen wird.Wenn der Motor dann seine Nenndrehzahl erreicht hat, dann wird der Widerstand einfach mit einem Schalter überbrückt.Es gibt bei DC-Motoren auch noch so called switching drivers, which are able to reduce totaly power consumption and will controll speed of the motor itselves.Cu Stefano

chetroniker(R)

13.03.2006, 13:11

@ el-haber

e-motor

der betrieb mit dem 6V akku funktioniert richtig gut, weder motor noch akku laufen heiß und die geschwindigkeit ist akzeptabel. und wenn der motor wie von dir angedeutet nur wenig strom braucht sobald er einmal läuft sollte der betrieb mit akku ganz gut funktionieren... werd noch ein paar langzeitversuche machen müssen (bezgl. temperatur), aber so wie ich das sehe ist mein problem gelöst. danke an alle die mitgeholfen haben!:clap:

zurück zum Board
Thread-Ansicht  Mix-Ansicht  Reihenfolge
5412 Postings in 703 Threads, 7 registrierte User, 34 User online (0 reg., 34 Gäste)
Forum Strippenstrolch | Kontakt
RSS Feed
powered by my little forum